Meine Bekehrungsgeschichte by daniela
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on March 10, 2010 |
Ich war noch nicht wirklich lange in Irland in Limerick und wie jeder weiß, ist dort das Wetter ja nicht immer soooo dolle, da liefen zwei Missionarinnen herum. Ich hatte keine Ahnung, wer sie waren. Von den Momonen hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie etwas gehört, denn ich hatte seit vielen langen Jahren der Kirche entsagt, in der ich aufgewachsen war. Ich konnte mit dieser Institution einfach nichts mehr anfangen, ich hatte große Schwierigkeiten, meine negativen Gefühle diesbezüglich im Zaum zu halten. Meine Toleranz hielt sich sehr begrenzt, wenn es darum ging.
Es war nass und es war kalt an jenem Tag. Also hab ich den beiden Missionarinnen einen ( Kaffeeeeeeeeee) typisch deutsch oder Tee angeboten und sich ein wenig aufwärmen. So kam man ins Gespräch, weil ich nicht verstanden habe, warum kein Kaffee oder schwarzer Tee.
Da fragt man schon mal nach einer Erklärung, warum sie das nicht durften, war mein erster Gedanke: die ham doch nen Knall. Aber ich wollte nicht unhöflich sein, nachdem ich sie ja eingeladen hatte sich aufzuwärmen.
So unterhielten wir uns eine ganze Weile. Die beiden wollten viel wissen, ob ich an Gott glauben würde oder ob ich glauben würde, dass es Jesus gab und er irgendwann wieder auf die Erde zurück kommen wird. Nun! Gläubig war ich ja. Ich wollte halt nur nie mehr etwas mit Kirche zu tun haben.
Beim Gehen haben sie dann lieb gefragt, ob sie wiederkommen dürfen. Klar, jederzeit! Ich diskutiere ja auch schon mal gerne über Glaubensfragen, also wieso nicht.
Unsere Pfarrer hab ich ja damit schon das eine oder andere mal in Verlegenheit gebracht. Also, dachte ich, wird sicher ne interessante Sache. Mit der Zeit merkte ich dann zunehmend, dass dies etwas grundsätzlich anderes war als in der Kirche, die ich kannte. Den Einladungen der Missionare mal am Abendmahl teilzunehmen kam ich aber auch nach 12 Wochen noch nicht nach. Aber ich merkte mit jeder Seite, die ich im Buch Mormon las und mit jedem Gespäch mit den Missionaren, dass sich etwas in mir veränderte. In meiner Seele, die lange Jahre hinweg regiert war von Kälte, Depressionen, Leere, endlose Leere und Einsamkeit, wurde ein klitzekleines Licht entfacht, das wärmer war als alles, was ich bis dahin jemals erlebt hatte.
Und erlebt habe ich eine ganze Menge, vor allem Schlechtes, ob nun durch eigenes Zutun oder durch dritte. Ich hatte zu niemandem außer mir selbst mehr Vertrauen. Aber dieses kleine Licht was da, begann zu brennen, veränderte mein Leben völlig.
Es war eine schöne Zeit mit den Missionaren, sie gehörten schon fast zur Familie, kamen zum Reden, ab und an auch einfach mal so zwischendurch, denn sie wussten, bei uns waren sie gern gesehene Gäste. Dann begann ich in die Kirche zu gehen und stellte fest, dass der Gottesdienst ebenfalls anders war als alles, was ich bis dahin kannte. Kein stummes dumpfes Runterbeten, kein Priester, der das Recht zu sprechen für sich alleine gepachtet hat und von seinem Predigerpult runterschaut auf seine Schäfchen, die dumm blökend und ohne Verstand alles runterbeten, was er einem vorkaut.
Nein, es standen Leute auf und gaben Ihre Zeugnisse ab, Erlebnisse, die sie hatten, ob nun Gute oder Schlechte. Sie teilten sich mit und man hörte ihnen zu. Kinder mussten nicht still an einem Fleck sitzen, sie aßen sogar Brote während des Gottesdienstes. Sie saßen da und spielten. All das war für mich neu. Ich habe Kirchengänge immer gehasst, denn das wäre in der Kirche, die ich bisher kannte, undenkbar, essende oder spielende Kinde im Gottesdienst! Ich fühlte mich zu Hause, nach langer Suche angekommen, daheim, geborgen. Ein Gefühl, an das ich mich kaum mehr erinnern konnte, kam in dieser Gemeinde wieder zutage.
Ich weiß, dass es Gottes Wille war, den Missionaren zu begegnen, und ich bin froh glücklich und dankbar darüber.
I know that the book Mormon is true, and I believe that God is our Heavenly Father and Jesus his son. Ich glaube das Joseph Smith der erste Prophet war. Ich weiß, dass diese Offenbarungen und die Übersetzungen richtig sind.
Und ich sage dies im Namen von Jesus Christi
Amen
Daniela Bock