Hans Roth: Meine Bekehrung zur Kirche Je … by hans roth
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on March 12, 2010 |

Meine Bekehrung zur Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten TageIch bin mit meiner Schwester konfessionslos aufgewachsen. Unsere Mutter war zwar traditionell katholisch getauft worden, hatte aber nie eine nähere Bindung zu dieser Religion. Vor dem 2. Weltkrieg ist sie aus der katholischen Kirche ausgetreten, als diese Kirche in Österreich die Kriegswaffen segnete, mit denen später gemordet wurde. Mein Vater war evangelisch getauft, im Augsburger Bekenntnis, fiel jedoch 1943 im Hitlerkrieg, als Tiefflieger eine Strasse bei Tirana in Albanien beschossen, auf der er unterwegs war.
So wuchs ich in dem Glauben auf, dass es keinen Gott gibt, wie Er von den mir bekannten Kirchen gelehrt wird. Auch besuchte ich in der Schule nie einen Religionsunterricht.
Erst 1964, als ich knapp 23 Jahre alt war, klopften 2 Missionarinnen der Kirche Jesu Christi HLT an unsere Wohnungstür in Wien. Da ich damals überhaupt kein Interesse an ihrer mir unbekannten Kirche hatte, kamen sie bald nicht mehr.Ich glaubte zwar an eine mir unbekannte Macht im Universum, die dem Dasein der Menschen, der Tiere und der Pflanzen einen Sinn gibt und dass all das Schöne in der Natur nicht zufällig entstanden sein konnte, doch ich nannte diese mir unbekannte Macht noch nicht Gott.
1965 zog ich beruflich in die Schweiz und besuchte meine Mutter in Wien nur mehr 1 bis 2 Mal im Jahr. 1969 suchten andere Missionare unsere Adresse in Wien auf, um mich wieder zu belehren. Inzwischen war ich aber in der Schweiz. So belehrten sie statt mir meine Mutter. Sie erkannte hingegen bald, dass diese jungen Amerikaner ihr nichts vormachten, dass sie von ihrer Botschaft ehrlich überzeugt waren. So ließ sich meine Mutter 1970 zur Kirche Jesu Christi HLT taufen.
Als ich davon hörte, fand ich das gar nicht gut! Doch wenn ich sie danach besuchen kam, traf ich oft bei ihr auch Missionare an, die bei meiner Mutter essen konnten oder von ihr gepflegt wurden, wenn sie krank waren. Auch nahm mich meine Mutter immer mit in die Kirchenversammlungen, obwohl ich mich dort anfangs gar nicht wohl fühlte. Mit der Zeit lernte ich die Mitglieder in dieser Kirche aber als ehrliche und offene Menschen kennen, denen man vertrauen konnte. Sie fielen nur insofern besonders auf, dass sie keinen Alkohol tranken und nicht rauchten, auch dass sie gute Familienbeziehungen untereinander pflegten. Ansonsten waren sie ganz normale gewöhnliche Leute, wie viele andere auch.
Als ich 1971 auf meiner ersten Amerikareise meine Schwester in Kalifornien besuchte, reiste ich auch durch die westlichen Staaten der USA. Besonders gefielen mir die Naturschönheiten des amerikanischen Westens. Unter anderem besuchte ich auch Salt Lake City, die Hauptstadt der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Im Besucher-Zentrum im Tempeldistrikt schrieb ich mich ins Besucherbuch ein.
Zurück in der Schweiz besuchten mich erneut Missionare aufgrund meiner Adresseintragung im Besucherbuch am Temple Square (Tempelplatz). Sie staunten zuerst, wie viel ich über die Kirche schon wusste. Zuerst war ich jeder Belehrung sehr skeptisch gegenüber. Ich glaubte weder an einen Gott, noch an Jesus Christus und auch nicht an Visionen und Offenbarungen.
Ich wollte mir das „Buch Mormon“ (angeblich ein Buch über das Leben der Vorfahren eines Teils der Indianer) als Fälschung beweisen. Besonders wegen der vielen Kriege, die darin beschrieben sind, missfiel es mir anfänglich sehr. Ich las es nur meiner Mutter und den zwar ehrlichen, aber meiner Meinung nach verblendeten jungen Missionaren zu Liebe. Je länger ich aber darin las, desto mehr erkannte ich, dass solch ein Buch niemals von einem ungebildeten Farmerjungen, wie Joseph Smith einer war, geschrieben worden sein konnte. Es müssten ihm einige Geschichts- und Bibelwissenschaftler zur Seite gestanden sein, um so ein Buch schreiben zu können. Solche waren aber keine um Joseph Smith, dem Gründer der wiederhergestellten Kirche Jesu Christi HLT!Woher kam dann dieses 1830 erschienene Buch??? – fragte ich mich!
Die Missionare empfahlen mir damals, zu dem mir noch unbekannten Wesen, Gott, zu beten, um eine Antwort zu finden. Noch nie habe ich vorher je gebetet. Zum ersten Mal versuchte ich, so eine Antwort auf meine Fragen zu finden. Dabei verspürte ich ein angenehmes, warmes Gefühl.
So blieb mir keine andere Erklärung als die, die es selbst behauptet zu sein:Ein weiteres Zeugnis für Jesus Christus, ein Führer durch Sein Evangelium und als ein Bericht von Vorfahren der Indianer, die teilweise vom Volk Israel abstammen.
Dieses Buch leitete die Wiederherstellung der Urkirche ein.Mit dieser Erkenntnis entschloss ich mich, dem Vorbild meiner Mutter entsprechend, dieser Kirche beizutreten. Im Dezember 1974 ließ ich mich taufen. Seither las ich alle verfügbaren Bücher über die Wiederherstellung der Urkirche, las auch die Bibel, die ebenso Gottes Wort enthält, soweit sie richtig übersetzt ist.
Ich bedaure nun sehr, nicht schon 10 Jahre früher, beim ersten Kontakt mit den beiden Missionarinnen, diese Erkenntnis gefunden zu haben.
Heute weiß ich im Innersten meines Wesens, auf Grund vieler Erlebnisse und Zeugnis-stärkender Erfahrungen, dass diese Kirche Gottes Kirche ist, der sie leitet und pflegt.
Hans Roth