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Der Glaube der Mormonen

Mein Zeugnis von Jesus Christus by

  • on March 17, 2010 | leave a comment

    Als ich ein kleines Kind war, sagte meine Mutter, sie habe mir den Namen Christa aus einem besonderen Grund gegeben nämlich, weil es möglich gewesen wäre, dass ich zum Christfest, dem Geburtstag Jesu Christi geboren werden könnte.
    Ich kam 17 Tage später auf die Welt und bekam den Namen Christa, der meine Mutter an Jesus Christus erinnerte.

    Vielleicht war das Grund, dass ich als Achtjährige im Unterricht der evangelischen Sonntagsschule, besonders gerne die Geschichten von Jesus Christus hörte. Später, als ich doppelt so alt war, hatte ich leider meinen Kinderglauben verloren. Doch ich vermisste den Freund meiner Kindertage sehr und versuchte ihn wieder zu finden. In einem Fotogeschäft in Lennep, einem Vorort von Remscheid, machte ich zu der Zeit eine Lehre als Fotolaborantin. In dem kleinen Ort gab es zwei Kirchengebäude, eine evangelische und eine katholische Kirche.
    In der Mittagspause, wenn ich nach draußen ging, zog es mich manchmal, zur nahe gelegenen, offen stehenden katholischen Kirche. Voll Ehrfurcht betrat ich das dunkle, nach Weihrauch riechende Kirchenschiff und betrachtete die vielen Heiligenfiguren an den Seiten und den reich verzierten Altar.
    Es hatte mich ja dort hingezogen, um meinen Kinderfreund Jesus Christus zu finden. Wenn ich doch nur ein Gefühl der Nähe gespürt hätte und vielleicht ein Gefühl, dass mir sagt, dass mir meine Fehler, die ich bis dahin gemacht hatte, wieder gut wären und ich so rein sein könnte, wie ich es in meinen Kindertagen war. Voller Hoffnung zündete ich auf dem dazu vorgesehenen Ort einige Kerzen an. Dort habe ich nicht gefunden, wonach ich suchte.
    Nach fast 20 Jahren, als junge verheiratete Frau mit drei Kindern, hungerte meine Seele immer noch. Ich fragte meine Mutter, ob sie mir nicht einen Rat geben könnte, wie ich meinen Glauben wiederfinde. „Lies doch in der Bibel“ sagte sie.
    An einem Heiligen Abend war ich sehr traurig und niedergedrückt, weil wir als Familie den Abend nicht so verbracht hatten, wie es dem Anlass entsprochen hätte. Ja, wir hatten mit unseren Kindern, Gerhard 7 Jahre, Martine 5 Jahre und Brigitte 3 Jahre eine Bescherung gemacht. Doch Klaus, mein Mann, hatte unsere Nachbarn mit Tochter und Kind dazu eingeladen und später haben sie nur über Politik gesprochen und Alkohol getrunken. Als alle fort waren und meine Kinder im Bett lagen, fühlte ich mich innerlich so leer und weinte . Da kam mir der Rat meiner Mutter in den Sinn. Es gab eine Bibel in unserem Haushalt, die hatten wir zur Hochzeit von dem Pastor, der uns getraut hat erhalten.
    Ich weiß heute nicht mehr, was ich darin gelesen habe, nur dass meine Seele getröstet wurde.
    Einige Zeit später kamen zwei junge Missionare aus Amerika an unsere Haustüre und brachten mir das Buch Mormon. Nach anfänglichem Misstrauen, war ich doch bereit ihre Belehrungen anzuhören. Während dieser Belehrungszeit wurden mir so starke Glücksgefühle geschenkt, dass es mir fast das Herz zersprengte vor Freude. Ich fühlte ganz deutlich, Jesus Christus leitet durch einen lebenden Propheten seine Kirche, die seinen Namen trägt, die KIRCHE JESU CHRISTI der HEILIGEN DER LETZTEN TAGE. Ich spürte in jeder Zeile des neuen Buches, dass es von Gott kommt und Heilige Schrift ist. Was ich auch als Mutter und Hausfrau in meinem Haushalt zu tun hatte, das Buch Mormon lag nun immer neben mir und wurde in jeder freien Minute von mir gelesen, bis ich es durchgelesen hatte. Ich hatte nun endlich gefunden, wonach meine Seele so lange hungerte und konnte durch Umkehr und Taufe das Wunder der Vergebung erleben.
    Ich fing an ihn näher kennen zu lernen, meinen Heiland Jesus Christus. In vielen Lebenssituationen, meistens wenn ich schwere Zeiten durchleben musste, dann hatte ich ganz deutlich im Gefühl, dass er mich trägt und tröstet. Ich weiß aus Erfahrung, er ist mein bester Freund und lässt mich nie alleine.

    Er hat mich so reich beschenkt durch das Sühnopfer, dass er für mich und alle Menschen vollbracht hat. Nach der Taufe durch Untertauchen fühlte ich mich neu geboren. Ich bemühe mich auf meinen Wegen, durch das Dick und Dünn dieses Lebens den Bündnissen, die ich mit ihm geschlossen habe, treu zu sein. Wenn es mir nicht immer gelingt, nach allem was ich tun konnte, hilft er mir und verzeiht mir auch, wenn ich ihm verspreche mich zu bessern. Mag jemand sagen, dass es zu mühsam ist so ein Leben. Ich aber sage, so ein Leben ist trotz schweren Bedrängnissen leicht, frei und unbeschwert, weil er mir meine Lasten leichter macht.
    Das Eingebundensein in eine Gemeinde, in der geschwisterliche Nächstenliebe praktiziert wird, ist wunderbar und eine große Hilfe. Wir alle helfen uns gegenseitig dabei einander zu dienen und Nächstenliebe zu haben für alle Menschen. So wie er es gesagt hat und vorgelebt hat, JESUS CHRISTUS.

     

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